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Berlin und Brandenburg haben gemeinsamen Humanistischen Verband

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Die Delegierten des Humanistischen Dachverbands Berlin-Brandenburg und die Mitglieder des HVD-Berlin haben die Verschmelzung beider Verbände zu einem gemeinsamen Landesverband beschlossen. Die Grundpfeiler für die Zukunft des Humanismus in Berlin und Brandenburg sind damit gelegt, sagte Norbert Kunz, der gemeinsam mit Dr. Bruno Osuch dem neuen Landesverband bis September vorsitzt.
Sonntag, 19. Juni 2011

Was die Länder Berlin und Brandenburg in den vergangenen 20 Jahren nicht geschafft haben, ist den Humanistischen Verbänden in Berlin und Brandenburg gelungen. Die Mitglieder und Delegierten der Organisationen haben am gestrigen Samstag, den 18. Juni 2011, mit großer Mehrheit die Verschmelzung des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg (HVBB), den Dachverband der Regional- und Ortsverbände in der Region, und des Humanistischen Landesverbandes Berlin (HVD-Berlin) zu einem neuen, gemeinsamen Landesverband Berlin-Brandenburg beschlossen. Grundlage dieses Vorgangs, der erst mit Eintragung des neuen Humanistischen Verbands Deutschlands, Landesverband Berlin-Brandenburg e.V. (HVD Berlin-Brandenburg) in das Vereinsregister in den nächsten Wochen abgeschlossen ist, ist das Umwandlungsgesetz.

Während die Delegiertenversammlung des HVBB die notwendigen Beschlüsse anstandslos mit den entsprechenden Mehrheiten fassten, konnten sich die Mitgiieder des HVD-Berlin erst nach intensiven Diskussionen zur positiven Abstimmung über die gleichlautenden Beschlüsse durchringen.

Osuch + Kunz Verschmelzung

Kämpften gemeinsam erfolgreich für die Verschmelzung ihrer Verbände - die Vorsitzenden des HVBB Norbert Kunz und des HVD-Berlin Dr. Bruno Osuch | © Thomas Hummitzsch

Die beiden Vorsitzenden der Humanistischen Verbände in Berlin und Brandenburg begrüßten die erfolgreiche Verschmelzung beider Verbände. Der HVBB-Vorsitzende Norbert Kunz sagte, dass mit diesen Beschlüssen die Grundpfeiler für "die Zukunft des Humanismus in Berlin und Brandenburg" gelegt seien. Der Vorsitzende des HVD-Berlin, Dr. Bruno Osuch ergänzte, dass man mt den neuen Strukturen nun besser den Bedürfnissen der mehrheitlich konfessionsfreien Bevölkerung in Berlin und Brandenburg nachkommen könne. Man müsse aber insbesondere mit den Kritikern der Fusion weiter diskutieren, um sie von der Richtigkeit der Entscheidung zu überzeugen und gemeinsame Antworten auf noch offene Fragen zu finden.

Auch der Berliner Kulturstaatssekretär André Schmitz und die Brandenburger Staatssekretärin für Finanzen Daniela Trochowski begrüßten die Fusion der beiden Landesverbände. Insbesondere die mehrheitlich konfessionsfreie Bevölkerung in den neuen Bundesländern wünschten sich mehr Angebote für ihre Bedürfnisse und Belange, sagte Trochowski und forderte die Verantwortlichen des neuen Landesverbandes auf, sich für diese Menschen stark zu machen: "Auch nicht konfessionell gebundene Menschen haben das Recht darauf, sich in Medien und Politik einzubringen und das erwarte ich auch."

Einen ausführlichen Bericht zur Verschmelzung finden Sie auf diesseits.de zu einem späteren Zeitpunkt.